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Herstellung eines Mulden-Rigolen-Systems in der „Agnes-Miegel-Str.“ in der Stadt Gehrden


Aufgrund einer festgestellten Überlastung der Mischwasserkanalisation im Bereich der „Agnes-Miegel-Straße“ und eines angeschlossenen Parkplatzes (Fläche rd. 2.800 m²) wurde zur Ableitung des anfallenden Oberflächenwassers ein Mulden-Rigolen-System geplant.
Das anfallende Oberflächenwasser soll nun über ein Mulden-Rigolen-System innerhalb des Straßenseitenraumes zur Versickerung gebracht werden. Für den Fall, dass die zufließenden Niederschlagswassermengen die Versickerungs-leistungen der vg. Mulden-Rigole überschreiten, wurden zwei Straßenabläufe als Notüberlauf angeordnet. Der Anschluss der Rigole an den MW-Kanal in den Stellplatzflächen der „Agnes-Miegel-Straße“ erfolgte über einen Drosselschacht. Da es sich um einen Anschluss an einen MW-Kanal handelt, ist es erforderlich einen Rückstau des Mischwassers in den Rigolenkörper bzw. in die Mulde zu verhindern. Dafür wurde im Drosselschacht eine Rückstauklappe angeordnet. Der Anschluss der vg. Notüberläufe erfolgt direkte an den vg. MW-Kanal. 

Die Versickerungsanlage setzt sich aus zwei 5,20 m breiten und rd. 9,00 m langen Sickermulden sowie der unterhalb liegenden Rigolenelementen zusammen. Die Wassertiefe der Versickerungsmulden wurde mit 30 cm angesetzt; die Rigole aus Speicherelementen weist Abmessungen von 1,60 m Breite, 19,20 m Länge und 0,66 m Höhe auf. Der Rigolenkörper wurde allseitig mit Vlies ummantelt. Die Böschungen der geplanten Versickerungsmulden wurden beiderseitig mit einer Neigung von rd. 1:1,5 ausgebildet. Um zu gewährleisten, dass das anfallende Niederschlagswasser in den Mulden zwischengespeichert und zur Versickerung gebracht werden kann, wurden die Muldensohlen in zwei Abschnitten waagerecht ausgeführt.
Die Reinigung des von den Verkehrsflächen abfließenden Oberflächenwassers erfolgt nun über die o.a,. im Straßenseitenraum offenen, begrünten Versickerungs-mulden (Durchgang durch belebte Bodenzone).

 

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